»Man kann nicht kämpfen, wenn die Hose voller ist als das Herz.«

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Die Metro

Während unserer zweiwöchigen Moskau-Reise im März 96 lernten wir nach und nach das alte, aber bewährte und für Touristen sehr beeindruckende Metronetz der Hauptstadt der GUS kennen.  Es entstand in den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts, wurde nach und nach mit dem Bevölkerungszuwachs der Stadt vergrößert und ist heute das wichtigste Transportmittel der Moskauer neben dem Auto. Pro Tag werden ca. 9 Mio. Menschen transportiert. Während des zweiten Weltkriegs wurden die Metrostationen und - schächte als Versteck für Waffen, Geheimpläne, nationale Schätze und Reichtümer benutzt. Darum wurde zu Zeiten der Sowjetunion des Fotografieverbot in der Metro von der Miliz strengstens überwacht, "damit sich der Feind keinen Plan erstellen könne". Inzwischen ist dieses aufgehoben und die Metro dient jedermann zur Fortbewegung.

Es gibt über 100 Metrostationen, wovon allein 35 Stationen innerhalb des Metroringes liegen, der den Zentrum der Stadt mit dem Kreml als Mittelpunkt begrenzt. Teilweise sind zwei oder drei Stationen durch Übergänge miteinander verbunden, die meist von Menschen überfüllt sind. Jede Metro-Linie fährt ca. jede Minute und dennoch sind sie, v.a. zu den Stoßzeiten mittags und abens immer überfüllt. So passierte es uns leider einmal, da wir ohne unsere russischen Gastschüler unterwegs waren, daß die Metro zu voll war, um hinauszugelangen. So mußten wir leider fast bis zur Endstation fahren, um dann mit der entgegengesetzten Linie zurückzufahren. Aber dennoch hat uns das Metrofahren, wohl auch aufgrund der Herausforderung des Stationenlesens bzw.- verstehens, immer ziemlich viel Spaß gemacht.