»Man kann nicht kämpfen, wenn die Hose voller ist als das Herz.«

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Galili-High-School

Eine wertvolle Partnerschaft entstand aus den Besuchen des Religion-Leistungskurses 1987 und 1989 in Israel. In Kfar Sava/Israel, der Partnerstadt von Wiesbaden, gelang es dank der intensiven Bemühungen des Religions-Fachkollegen und mit der Unterstützung durch die Oberbürgermeister beider Städte sowie beider Schulleiter, mit der neu eröffneten Galili-High-School 1990 eine Schulpartnerschaft vertraglich fest zu vereinbaren. Seitdem fährt in jährlichem Wechsel eine Gruppe von 20 interessierten Schülern/innen und zwei Kollegen/innen für 2 Wochen nach Israel. Im folgenden Schuljahr sind dann unsere Schüler und die Familien die Gastgeber bzw. Gäste in den dortigen Familien. Daraus entstanden viele freundschaftliche Bande und eine intensive Beziehung zwischen beiden Kollegien.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel werden immer ganz besondere, mit keinem anderen Land vergleichbare Beziehungen bleiben. Jedem Teilnehmer ist bewusst, dass einem Brückenschlag zwischen beiden Ländern, den die junge Generation hier versucht, eine große Bedeutung zukommt. Dies erfordert eine gründliche Vorbereitung und die Bereitschaft, sich mit unserer eigenen leidvollen Vergangenheit auseinander zu setzen, sich der Geschichte der Vertreibung und der Vernichtung der Juden zu stellen, einige Grundzüge des Judentums kennen zu lernen, sowie die Bereitschaft, sich auch heute mit Antisemitismus und Rechtsradikalismus in der Bundesrepublik zu beschäftigen. Unser Ziel ist es, unseren israelischen Freunden ein liberales und tolerantes Bild des neuen demokratischen Deutschland zu vermitteln.

Wir erhalten andererseits die Chance, das Land Israel kennen zu lernen, seine Vorgeschichte und Gründung bis hin zu dem heutigen um Frieden ringenden Prozess der Selbstbehauptung im Nahen Osten; dabei sollten auch die Lebensbedürfnisse der Palästinenser nicht vergessen werden. Der Besuch des geteilten Jerusalem, dem 'Ursprungsort' dreier Weltreligionen, und der Besuch von Massada stellen den historischen, kulturellen und aktuell-politischen Spannungsbogen dar. Im Mittelpunkt der Partnerschaft stehen jedoch die sich alsbald entwickelnden freundschaftlichen Beziehungen untereinander.

Beide Partnerschaften werden von der Schulgemeinde sehr gut mitgetragen. An der arbeitsintensiven Planung, Vorbereitung und Durchführung der Begegnungen beteiligen sich das Kollegium, die Eltern und die Schülerschaft mit großem Engagement.

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