»Man kann nicht kämpfen, wenn die Hose voller ist als das Herz.«

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Kunst

Allgemeine Information zum Fach

Das Fach Kunst ist seit Beginn des Bestehens dieser Schule mit seinen Grund- und Leistungskursen sowie der Abiturprüfung den anderen Fächern gleichgestellt. Mit der Anerkennung des Faches als wichtigem Bestandteil gymnasialer Oberstufenbildung hat dieser Fachbereich ein anspruchsvolles Profil erarbeitet, das eine vielfältige Palette an unterrichtlichen Themen, Arbeitsgemeinschaften, Projekten, praktischen Arbeiten in Fachräumen und Werkstätten aufweist. Hierbei werden sowohl traditionelle künstlerische Verfahren , z.B. in den Bereichen Malerei, Grafik, Plastik, als auch die gestalterische Auseinandersetzungen mit den Themengebieten Mode, Design, Architektur, Fotografie, Medien vermittelt. Regelmäßige Ausstellungen, z.B. im Schulgebäude, Museumsbesuche, kunsthistorische Tagesexkursionen und natürlich die Auslandsfahrten erweitern und ergänzen den unterrichtlichen Rahmen. Die folgende Text-Bild-Dokumentation soll facettenhaft einen Einblick in die Arbeitsweisen bzw. den Tätigkeitsbereich des Faches vermitteln.

Kollegium

Zum Kollegium

 

Arbeiten aus verschiedenen Inhaltsbereichen: Malerei, Grafik, Plastik

"Die menschliche Figur als Plastik oder Skulptur"

Die theoretische Auseinandersetzung mit der menschlichen Plastik und Skulptur bezog sich gestalterisch, stilistisch und ikonografisch auf ausgewählte Beispiele des 19. und 20. Jahrhunderts. Diese figürlichen Plastiken bzw. Skulpturen waren nicht nur auf ihre Übereinstimmungen mit der optischen und sozialen Wirklichkeit zu befragen, sondern auch darauf, welche Aussagen sie über die innere Verfassung des Menschen treffen. Eine seelische, geistige oder emotionale Gestimmtheit kann in unterschiedlicher Art der Darstellungsweise zum Ausdruck kommen. Vor diesem inhaltlichen Kontext sind die figürlichen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler zu betrachten. Die Wahl des Materials wie z.B. Holz, Gips, Speckstein oder Ton waren frei gestellt.

Leistungskurs Q 3 / Q 4, Kursleiterin: Lydia Janczyk

 

 

"Fragment, Torso, Non-finito"

Dieser Kurs beschäftigte sich mit dem Unvollständigen und Unvollendeten in der Plastik / Skulptur. Dabei galt es, die Entstehung der Idee des Fragmentarischen und Unvollendeten in der Renaissance, als Grundlage der Entwicklung dieses plastischen Genres bis zu dessen autonomen Kunstform zu Beginn der Moderne zu verdeutlichen. Bei fast allen Bildhauern der klassischen Moderne und der Gegenwart bildete diese künstlerische Gattung ein wichtiges Ausdrucksmittel und diente ebenfalls als Quelle künstlerischer Experimente und Verfremdungen. Die bildnerischplastische Gestaltung in der Praxisphase des Unterrichts hatte zum Thema, eine alltägliche Situation mit den Ausdrucksmitteln des Fragmentarischen bzw. Unvollendetenzu erfassen. Um eine überzeugende Charakterisierung und Wirkung zu erzielen, wurden die plastischen Körperteile lebensgroß dargestellt und als Modelle standen Mitschülerinnen und Mitschüler zur Verfügung. Als Material wurden Gipsbinden für die Negativformen und Stuck- bzw. Modelliergips für das Gießen in die Positivformen verwendet.

Leistungskurs Q 3 / Q 4, Kursleiterin: Lydia Janczyk

 

Selbstbildnis in Acrylfarben

Die Auseinandersetzung mit dem Menschen bild in der Malerei und Plastik des 19. und 20.Jahrhunderts, vom Klassizismus bis zur Klassischen Moderne, bildete den Theoriehintergrund. Ein Ausflug in die Schirn und das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt führte an die Kunst des 20. Jahrhunderts heran. Die praktische Hauptarbeit war ein Selbstporträt in einer typischen Rolle, wobei von Fotoaufnahmen ausgegangen wurde. Die figürlichen Proportionen wurden per Projektion skizzenhaft ins Großformat übertragen, der Hintergrund ergänzt und das Bildkonzept malerisch umgesetzt.

Leistungskurs und Grundkurs, Jg. Q 1 / Q 2, Kursleiterin: Angelika Oberländer

 

Alltagsobjekte

Plastische Arbeitsergebnisse in Kaschiertechnik zum Thema "Pop-Art" in Anleitung an Gestaltungsprinzipen von Claes Oldenburg.

Grundkurs Jg. Q 1 / Q 2, Kursleiter: Friedrich Dörr

 

 

Optische Massenmedien: Werbepersiflagen

Im Rahmen der kritischen Auseinandersetzung mit der Werbung, den vermittelten Leitbildern, Rollentypisierungen, Vorstellungen von Idealität und metasprachlichen Botschaften entstanden in Gruppenarbeit Werbepersiflagen. Typische Werbeklischees sollten durch Schülerinnen und Schüler nachgestellt und ironisch gebrochen werden, um einen kritischen Distanzgewinn zu verstärken. Es wurden Ideenkonzepte erarbeitet, Fotoaufnahmen gemacht, geeignete Fotoarrangements ausgewählt und am Computer eingescannt. Mit Adobe Photoshop wurden Bilder und Texte digital montiert.

Jg. E 1 / E 2, Kursleiterin: Angelika Oberländer

 

Fotografie

Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Fotografie und die Einführung in die Arbeit mit der Spiegelreflexkamera bildete den Theorieteil. Experimentelle Fotogramme führten spielerisch in die Laborverarbeitung ein. Anregung für die praktische Fotoarbeit war die Fotografie des „Neuen Sehens“ der 20er Jahre. Es sollte erprobt werden, wie man ungewöhnliche Perspektiven, Dynamik und Struktur in der modernen Architektur darstellen kann. Vor allem Weitwinkel- und Fish- Eye Objektive, Froschperspektiven, Schrägsichten und ungewöhnliche Blickwinkel wurden erprobt. Die Filmnegative wurden selbst entwickelt, kontaktkopiert, ausgewählt und bis zum Format 24 x 30cm vergrößert.

Grundkurs Q 1 / Q 2, Kursleiterin: Angelika Oberländer

 

Architektur/Design: "Das Wohnhaus im 19. und 20. Jahrhundert"

Bei der Untersuchung von Profanbauten ging es um das Kennenlernen der Architektur ihrer Stilformen, Konstruktionsprinzipien und Funktionen als Ausdruck geistesgeschichtlicher Epochen und soziokultureller Verhältnisse. Wenn davon ausgegangen werden kann, dass das Wohnen eines der wichtigsten Bedürfnisse des Menschen darstellt, so kommt dem Wohnhaus in der Auseinandersetzung mit architekturtheoretischen Fragestellungen eine zentrale Bedeutung zu. Entsprechend dieser Schwerpunktsetzung stellte die Entwicklung des Wohnbaus und seine Abhängigkeit von gesellschaftlichen Veränderungen den vorrangigen Untersuchungsgegenstand dar. Das Planen und das Gestalten von Wohnhausmodellen stand folglich im Mittelpunkt der praktischen Phase dieses Kursthemas. Die Hausmodellbeispiele sind Arbeitsergebnisse, die aus zwei Kursen mit unterschiedlicher Aufgabenstellung resultierten. Während die Leistungskursteilnehmer/innen ein Mehrfamilienhaus für ökonomisch schwächere Bevölkerungsgruppen entwarfen, entschieden sich die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses für ein Modellbau eines Einfamilienhauses, das sie nach ihren individuellen Wünschen und Vorstellungen gestalteten.

Leistungskurs Q 1 / Q 2 und Grundkurs Q 3 / Q 4, Kursleiterin: Lydia Janczyk

 

Mode / Design

Der Kunstkurs "Mode" beinhaltete sowohl theoretische als auch praktische Unterrichtseinheiten. An Beispielen von verschiedenen Erscheinungsformen und Funktionen von Kleidung, Friseuren, Schuhen, Accessoires wurde das Modeverhalten als soziale Erkennungs- und Einordnungsfunktion untersucht. Hierbei galt es, Kleidung als Zeichen sozialer Unterschiede nicht nur für ein Merkmal vergangener Gesellschaftsstrukturen zu begreifen, sondern auch als Tatbestand heutiger Demokratien zu erkennen. Da die Motivation der Kursteilnehmerinnen sehr groß war, selbst eine Bekleidungsidee zu realisieren, beschlossen die Schülerinnen für die praktische Arbeitsphase ihre festliche Garderobe für das Abiturfest zu kreieren. Das Entwerfen, Zuschneiden und Nähen der Abiturkleider stellte sich als ein sehr zeitaufwendiges und sehr anspruchsvolles Vorhaben, das jedoch alle Teilnehmerinnen dieses Kurses erfolgreich bewältigen konnten.

Leistungskurs Q 3 / Q 4, Kursleiterin: Lydia Janczyk

 

Design einer Uhr

Nach der Theoriephase, in der es um Designanalysen sowie um die Theorie und Geschichte des Design (Historismus, Jugendstil, Anfänge des Industrial Design am Beginn des 20.Jahrhunderts, die 20er Jahre, die Sixties und die 80er Jahre) ging, einigte sich der Kurs auf ein selbst zu gestaltendes Designobjekt, welches auch funktionstüchtig sein sollte. Entwurf, Materialplanung, Umsetzung, Organisation des eigenen Arbeitsprozesses, individuelle schriftliche Analyse und Reflexion des Ergebnisses sowie gemeinsame Besprechungen strukturierten die praktische Arbeit. Eine Exkursion ins Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt führte vor die originalen historischen und zeitgenössischen Designgegenstände.

Grundkurs Q 1 / Q 2, Kursleiter: Friedrich Dörr

 

 

Wandschirme

Freie Gestaltung einer dreiteiligen Fläche mit malerischen bzw. plastischen Mitteln im Rahmen eines Themas aus dem Sachbereich "Design".

Leistungskurs Q 3 / Q 4, Kursleiter: Friedrich Dörr

 

 

 

 

 

Projekte, Museumsexkursionen, Studienfahrten

Kunstprojekt: "Mann und Frau vor dem Fernseher" - ein Environment -

Technik : Ganzkörperplastiken aus Gipsbinden

Projektleiterin: Lydia Janczyk

 

 

 

Wandgestaltung im Schulgebäude

Projektleiterin: Lydia Janczyk

 

Kunstunterricht im Museum

Im Rahmen der Auseinandersetzung mit der Geschichte der Porträtmalerei führte der Expressionismus in die Wiesbadener Jawlensky-Sammlung. Ein Suchspiel brachte die Schüler und Schülerinnen in Gruppen vor ausgewählten Werken Jawlenskys zusammen, mit welchen Sie sich malerisch und schreibend auseinandersetzten. Indem sie sich anschließend gegenseitig nach dem Vorbild einzelner expressionistischer Portraits schminkten, spürten sie den Farbabstraktionen in intensiver sinnenbetonter Weise nach. Eine Führung durch die ganze Sammlung und die Diskussion und Dokumentation der Arbeitsergebnisse bildete den Abschluss der Unterrichtseinheit.

 

Studienfahrt

Leistungskurs Kunst, Studienfahrt nach Florenz

Kursleiterin: Lydia Janczyk