»Man kann nicht kämpfen, wenn die Hose voller ist als das Herz.«

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Schulprogramm der Carl-von-Ossietzky-Schule Wiesbaden

(Schulkonferenz 10.12.2013)

 

     Vorwort

  1. Leitbild
  2. Umsetzung des Leitbildes durch Konzepte
  3. Aktuelle Arbeitsvorhaben
  4. Dokumentation der beendeten Arbeitsvorhaben
  5. Schulprogramm bis 2011

 

Vorwort 

Die Schulgemeinschaft des früheren Oberstufengymnasiums West in Wiesbaden hat sich nach eingehender Diskussion und einmütiger Zustimmung seiner Gre­mien im Jahr 1989 für den Namen Carl-von-Ossietzky-Schule entschieden. Wir betrachten diese Namensgebung im Hinblick auf grundlegende und leitende Erziehungsziele unserer Schule als erinnernde Verpflichtung und als zukunfts­orientierten Auftrag. Carl von Ossietzky hat sich in seiner Zeit, ungeachtet politischer Verfolgung, kon­se­quent eingesetzt für die Verwirklichung einer gelebten Demokratie in Deutsch­land sowie für Frieden und Verständigung zwischen den Völkern.

Durch Förderung kritischer Urteilskraft und sozialer Verantwortlichkeit bei unse­ren Schülerinnen und Schülern und durch die Entwicklung eines historischen und politischen Bewusstseins in Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte wol­len wir diesem Anspruch programmatisch gerecht werden und ihn konstruktiv ein­lösen. Diesem Ziel dienen in besonderer Weise unsere Schulpartnerschaften mit Moskau / Russland und Kfar Saba / Israel.

Wir legen Grundlagen für die Stu­dier- und Berufsfähigkeit, indem wir Fach- und Orientierungswissen vermit­teln und Handlungskompetenzen fördern. Grundsätzlich unterstützen wir deshalb die – erwartete - Leistungsbereitschaft unserer Schülerinnen und Schüler und legen Wert auf Selbständigkeit, Kommu­nikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Kritikfähigkeit. Darunter verstehen wir auch die Fähigkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln. Als Voraussetzung dafür betrachten wir die kritische Selbst­reflexion auch der Lehrer/innen im Lernprozess mit den Schülerinnen und Schülern.
Dies führt zu einer ständigen Berücksichtigung innovativer Ansätze im Unterricht, die sich an den besonderen Rahmenbedingungen einer eigenständigen Oberstufe und unserer Schülerschaft - auch durch die Berücksichtigung besonderer Neigun­gen - orientieren. Aus diesem Grund ist es unser Ziel, die Schülerinnen und Schüler in einem hohen Maße an der Gestaltung des Schulalltags und an der Entwicklung unserer Schule zu beteiligen.

Wir fördern das Lernen und die menschliche Begegnung außerhalb der Schule. Dazu tragen insbesondere unsere Austauschprogramme mit Russland und Israel bei. Darüber hinaus unterstützen die Mitgliedschaft im European School Net­work, das individuellen Austausch ermöglicht, sowie unsere Studienfahrten und Exkursionen dieses Bestreben und eröffnen weitergehende Chancen für Koope­ration und Kommunikation.

Wir betrachten die Entwicklung und Förderung einer breit angelegten Metho­den­kompetenz als wesentlichen Faktor für das selbständige und selbst organisierte Lernen. Durch die ständige kritische Reflexion der Lernprozesse im Unterricht lassen sich gemeinsam neue, effektivere Methoden der Unterrichtsgestaltung entwickeln.

Wir fördern die soziale Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler und meinen damit die Fähigkeit zu Toleranz und Fairness, Respekt und Zuverlässigkeit im Umgang miteinander, die Fähigkeit zur Bewältigung von Konflikten und zum Engagement für die Gemeinschaft. Deshalb legen wir großen Wert darauf, dass unsere Schule auch als ein Raum sozialer Begegnung wahrgenommen werden kann.

Zur sozialen Kompetenz zählen wir auch das Verantwortungsgefühl für unsere Umwelt und fördern deshalb das ökologische Bewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler. Wir fördern ihre Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung sowie ihre Orientierung in grundlegenden existentiellen Fragen.

Unsere Schule bietet den Raum, in dem die Bedeutung ethischer und religiöser Traditionen zur Sprache gebracht wird. Die Vermittlung von Wertvorstellungen, ihre Diskussion und Reflexion soll auch einen Beitrag zum interkulturellen Dialog leisten. Die verschiedenen kulturellen Traditionen, die in unserer Schülerschaft vertreten sind, verpflichten uns in besonderer Weise, diese Aufgabe ernst zu neh­men. Unsere Schule ermöglicht kreative, ästhetische und sportliche Erfah­rungen mit dem Ziel, entsprechende Kompetenzen zu entwickeln.


1. Leitbild

Die Carl-von-Ossietzky-Schule orientiert sich am Selbstverständnis ihres Namensgebers und an den Grundwerten einer demokratischen Gesellschaft.

Wir sind überzeugt, dass nur der mündige Mensch an der aktiven Gestaltung der Gesellschaft teilhaben kann. Demokratie braucht solidarische Stützung, Kritik und die nicht ruhen wollende Suche nach Gerechtigkeit. Unser Selbstverständnis leitet uns auf diesem Weg.

 Lehrerinnen und Lehrer (verabschiedet am 23.5.13, Gesamtkonferenz der Lehrer/innen):

Schülerinnen und Schüler (SV, 2013)

Eltern (SEB, 2013):

 

2. Umsetzung des Leitbildes durch Konzepte

Das Leitbild der Schule wurde von den Schülerinnen und Schülern, den Eltern sowie den Lehrerinnen und Lehrern jeweils eigenständig entwickelt und beschlossen.

An diesem Leitbild orientieren sich die von den Schulgremien beschlossenen, festverankerten Arbeitsschwerpunkte und Projekte der Schule, die im Folgenden als Konzepte bezeichnet werden.

Wenn Sie in der folgenden Übersicht auf die einzelnen Konzepte klicken, erhalten Sie detailliertere Informationen über diese.

 

Schulentwicklung allgemein

Beratungsnetzwerk der Schule

Schulpartnerschaften / Austauschprogramme

Förderkonzepte, AG-Angebot der Schule

Fächerübergreifende Projekte

Fachbezogene Projekte

 

3. Aktuelle Arbeitsvorhaben

Die Arbeitsvorhaben und Projekte, die sich momentan in der Erprobung befinden, werden in dem folgenden Projektplan der Steuergruppe in einer Übersicht dargestellt. 

 

Projektplan der Steuergruppe  (Stand: 18.01.2014)

Projektname

Beauftragt durch

Leitung

Beteiligte Kollegen

Beginn

Ende

Feedback-Kultur

(Zielvereinbarung nach der Schulinspektion 2012)

GeKo

LAN, LAM

alle Kollegen

4.9.13

offen

Offenes  Klassenzimmer

(Zielvereinbarung nach der Schulinspektion 2012)

GeKo

MÜH, LAM

alle Kollegen

4.9.13

offen

Förderpläne

(Zielvereinbarung nach der Schulinspektion 2013)

GeKo

LAN, E-Team

alle Kollegen

4.9.13

offen

 

4. Dokumentation der beendeten Arbeitsvorhaben

In der folgenden Übersicht sind die von der Steuergruppe initiierten, durchgeführten und evaluierten Projekte dargestellt. Der letzten Spalte kann man entnehmen, ob sie ins Schulprogramm übernommen wurden oder nicht.

 Projektname

Beauftragt durch

Leitung

Beteiligte Kollegen

Beginn

Ende

Evaluation

Implementierung ins Schulprogramm?

Sportfest

GeKo

DAR

Fachschaft

Sport

14.6.11

offen

GeKo,

26.8.11

Schulkonferenz 10.12.13

Fortbildungskonzept

GeKo

TUC

Steuergruppe

14.6.11

offen

GeKo 22.11.11

Schulkonferenz 10.12.13

Koordination mit Zubringerschulen

GeKo

DAR, ab 2013 AND

AND, BRÄ, DOR, HAR, MRX, WLT

14.6.11

offen

laufend

Schulkonferenz 10.12.13

 Schullogo

GeKo

TUC, DAR

ZIM, MÜL, Steuergruppe

 2011

 offen

 2012

Schulkonferenz 11.12.2012

 Schülerfeedback E2

GeKo

DOR

E-TEAM, Klassenlehrer E1/2

2012

offen

17.11.12

Schulkonferenz 10.12.2013

Überarbeitung des Schulprogramms

GeKo

DAR

Steuergruppe

2013

2013

2013

Schulkonferenz 10.12.2013

 

5. Schulprogramm bis 2011

AUSZÜGE AUS DEM SCHULPROGRAMM bis 2011, die auch heute noch ihre inhaltliche Gültigkeit haben:

Schule ist Raum sozialer Begegnung und Arbeitsplatz:
Die auf den ersten Blick ungewöhnliche Architektur unserer Schule bietet sehr gute Voraussetzungen für unsere pädagogische Arbeit. Der übersichtlich gestal­tete Eingangsbereich und die räumliche Nähe der dort angeordneten Räume tragen wesentlich zur Kommunikation zwischen allen miteinander agierenden Gruppen und Einzelpersonen bei. Das „Info“, das man durch den Haupteingang betritt, ist der zentrale Pausen­raum und gleichzeitig Informationsbörse und Veranstaltungsraum.
 
Das "Info"

… als Informationsbörse:
Schwarzes Brett mit allgemeinen Ankündigungen
Info-Wand des Fachbereichs Sport
Info-Tafel und Info-Wand der SV
Info-Tisch "Berufs- und Studienwahl"
Informationswände zu kulturellen Veranstaltungen und Angeboten

als Begegnungsraum:
Es bietet eine Verkaufsstelle mit kleiner Cafeteria, Kaffee- und Teeausschank und den gut ein­sehbaren Hausmeisterraum.
 
als Veranstaltungsraum:
Vorträge und Diskussionen, Theateraufführungen, Autorenlesungen, Musik­aben­de, Abschlussfeiern im Rahmen der Schulpartnerschaften, SV-Veranstaltungen, Vorführungen der Ergebnisse aus Projektwochen oder im Rahmen von Abitur-Vorfinanzierungskonzerten und Schulfesten der SV. Es ist ferner der Ort der Begrüßung der neu­en Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase.

als Ausstellungsraum:
für die Exponate der verschiedenen Kunst-Kurse und –Projekte.

Der "Schlaffiraum":
Der Schlaffiraum ist ein von den Schülerinnen und Schülern in Eigenregie gestal­teter Rückzugsbereich, in dem man sich entspannen und erholen kann.


Die Bibliothek als Arbeitsraum:
Für Projektarbeit, Informationsbeschaffung und -verarbeitung, für Einzel- und Gruppenarbeit, die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts sowie die Anfertigung von Referaten.
Ein Angebot an Zeitungen und Zeitschriften ergänzt die Informationsmöglich­kei­ten, an PC-Arbeitsplätzen können Schüler/innen individuell arbeiten und im Internet recherchieren.

Als Versammlungsraum beliebt ist die Bibliothek für die SV-Sitzungen sowie für Dienstversammlungen u.ä.

EDV-Bereich:
Unsere Schule verfügt über verschiedene Räumlichkeiten, die den selbständigen Umgang mit dem PC für die Textverarbeitung, die Informationsbeschaffung und     -verarbeitung erlauben. Die Arbeitsplätze in Der Bibliothek ermöglichen einen freien selbständigen Zugang zum Internet; im Informatikraum findet  Fachunter­richt für komplette Kursgruppen statt. Er wird aber nicht nur für den Informatik­unterricht genutzt, sondern auch für vielfältige Aufgaben in allen Aufgabenfel­dern. Für den Fachunterricht sind darüber hinaus dezentrale PC-Arbeitsplätze besonders für die Sprachen, das Fach Sport, die musischen Fächer und das 3. Aufgabenfeld eingerichtet worden. Bei der Arbeit an den PC-Arbeitsplätzen wer­den Eigenverantwortlichkeit, Selbständigkeit und Teamfähigkeit gefördert.


Gruppenarbeit und Beratung:
Rückzugsmöglichkeiten lassen Beratungsgespräche in ungestörter Atmosphäre zu, wodurch eine intensive und von gegenseitigem Vertrauen geprägte Kommu­nikation möglich wird.

Fachräume:
Neben naturwissenschaftlichen Fachräumen, die in Chemie und Physik die Vor­aus­setzungen für das selbständige experimentelle Arbeiten unter Aufsicht bieten, stehen für Team- und Projektgruppen ein AV-Bereich, Musik- und Werkräume so­wie ein Sport-Fachraum mit Ergometer zur Verfügung. Der Russisch-Fachraum wird nicht nur für den Russisch-Unterricht genutzt, sondern auch als Gastraum für unsere russischen Gäste aus der Moskauer Partnerschule genutzt.

Klassenräume:
In den Klassenräumen sind Overhead-Projektoren und mehr und mehr auch Whiteboards vorhanden, die eine moderne methodische Vermittlung der Unterrichtsinhalte ermöglichen.

Außenanlagen und Terrassen:
Der großzügige Außenbereich bietet mit seinen  freizeit-orientierten Einrich­tun­gen (etlichen Sitzgruppen, Tischtennisplatten, einer Streetball-Anlage) erfreut sich – nicht nur während des Schulbetriebs - großer Beliebtheit.

Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung des Schulalltags und der Entwicklung der Schule:
Besonders in einer Oberstufe sollten Schülerinnen und Schüler möglichst weit­gehend an der Gestaltung ihres eigenen Schulalltags und an Entscheidungen über die Entwicklung ihrer Schule beteiligt werden. Die in unseren Leitsätzen ge­nannten Schlüsselkompetenzen werden durch die Aktivitäten der Schüler­ver­tre­tung ebenso gefördert wie durch die Beteiligung von Schülern an der Gestaltung besonderer Projekte.

Wir tragen diesem Gedanken Rechnung, indem wir
a) die Arbeit der Schülervertretung unterstützen.
b) die Zusammenarbeit von Schülern und Lehrern praktizieren,
c) die eigenständigen Aktivitäten der Schülerschaft fördern.

Beratungsarbeit:
Zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei Berufsfindung, Persönlich­keitsentwicklung und Identitätsfindung sowie bei der Bewältigung von Krisensi­tua­tionen dienen verschiedene Ansätze der Beratung. Diese Beratungen richten sich an die einzelnen Schüler/innen, aber auch an ganze Jahrgänge.

a) Beratung zur Berufsfindung und Studienwahl: Jährlich findet ein  Berufsinfor­ma­tionstag für die Jahrgänge der Qualifikationsphase statt. Ehemalige Schü­ler/in­nen, Eltern und andere der Schule verbundene Personen und Fachleute berichten über ihre Berufstätigkeit, ihre Ausbildung bzw. ihr Studium und über den Zugang zu ihrem Beruf. Unsere Schüler/innen können zwischen zahlreichen Informationsangeboten wählen, die Referentinnen und Referenten stehen über ihre Vorträge hinaus für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung. Wir unterstützen die Teilnahme an den regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen des Arbeitsamts, der Hochschule RheinMain sowie der Universitäten im Umkreis.Außerdem nehmen unsere Schüler/innen seit Jahren mit großem Erfolg am Manage­ment-Workshop der IHK teil.

b) Beratung bei Problemen im schulischen Alltag sowie in schulischen und persönlichen Krisen: Unserem schulischen Selbstverständnis entspricht es, unabhängig von der Funk­tion als Klassenlehrer, Tutor oder Fachlehrer für unsere Schüler/innen stets an­sprech­bar zu sein. Kennzeichnend hierfür sind die offenen Türen der Schulleitung ebenso wie die Ein­satzbereitschaft des Kollegiums, jederzeit auf Fragen, Wünsche und Probleme der Schüler einzugehen. Eine AG Klärungshilfe sowie eine Diplompsychologin, die unsere Schule seit langem kennt, sind maßgeblich am Förderprogramm unseres Beratungsnetzwerks beteiligt.

Außerschulische Lernorte / Unterrichtsgänge und Exkursionen:
Über den hohen Wert von Unterrichtsgängen und Exkursionen besteht prin­zi­piel­ler Konsens im Kollegium. Die Fachbereiche bzw. Fächer machen spezifische An­ge­bote (vgl. die Ausführungen der Fächergruppen), die inhaltlich an Unterrichts­zusammenhänge anschließen. (...)
Schülerinnen und Schüler machen durch sie nachhaltige Erfahrungen, die anders nicht möglich sind. Die Auseinandersetzung mit einem anderen Lernumfeld, die Begegnung mit fremden Menschen, das Konkurrenzerlebnis in Wettbewerben, die Bewährung in außerschulischen Seminaren fördert die Flexibilität, das Durchhal­te­vermögen, den Team­geist sowie die Kreativität und führt oft zu Erfolgen, die das Selbstbewusstsein stärken. Das persönlich überzeugende Auftreten unserer Schüler/innen in der Öffentlichkeit gibt unserem Konzept immer wieder Recht.

Wandertage und Studienfahrten:
Die Wandertage in der Einführungsphase dienen in besonderer Weise gruppen­dynamischen Zielsetzungen und können zudem in Verbindung mit unterrichts­relevanten Themen stehen. Einzelne Wandertage können gebündelt und so als Wanderfahrt oder Exkursion gestaltet werden. Die Studienfahrten in der Qualifi­zie­rungsphase sind an die Leistungskurse angebunden, die auch Tutorenkurs sind, und werden im Unterricht dieser Kurse entsprechend vor- und nachbereitet.

 

Vorlage Schulprogramm Herbst 2011 (PDF)