»Man kann nicht kämpfen, wenn die Hose voller ist als das Herz.«

Vorherige Seite: Schwerpunkt Ku / Mu Nächste Seite: Matheprobleme - Nein danke!

Schwerpunkt Mathe / Physik

Besuch im Max-Planck-Institut

Am 15. Juni 2005 besuchte die Gruppe mit Schwerpunkt Mathematik das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. An diesem Projekttag hatten die Schüler/innen Gelegenheit einen Ausflug in die Chemie der Atmosphäre zu machen. Sie wurden dabei von sehr engagierten Doktorandinnen des Institutes begleitet. Diese gaben zunächst unseren Schülern und Schülerinnen einen Überblick über den Aufbau und die Chemie der Atmosphäre. Zur Untersuchung des Treibhauseffektes führten die Schüler/innen Messungen mit dem Gaschromatographen durch. Dabei bestimmten sie die Methankonzentration in einer Mainzer Luftprobe. Diese wurde dann mit Proben des Institutes aus der Antarktis und Teneriffa verglichen. Versorgt mit Informationsmaterial, das z.T. speziell für die Schülergruppe und das Projektthema zusammengestellt worden war, wurde der Projekttag abgerundet.

Helga Woltmann

Ehemalige aus der Schwerpunktklasse Mathematik/Physik berichten über ihr Physikstudium

Im Sinne einer allumfassenden Berufsberatung arrangierte die Carl-von-Ossietzky-Schule am Mittwoch, dem 15.6.2005 ein Zusammentreffen dreier ehemaliger Schüler der Schwerpunktklasse  Mathematik/Physik und des Mathematikleistungskurses, die zurzeit ein Physikstudium an der TU Darmstadt betreiben, und Schülerinnen und Schülern, die noch die Schule besuchen und ein Interesse für das Thema Physik zeigen, insbesondere solchen, die mit ihrer Teilnahme am Physikleistungskurs bereits einen entscheidenden Schritt in Richtung Physikstudium getan haben.

Ihre Entscheidung, an der TU Darmstadt zu studieren, ließe sich einfach erklären, schließlich gäbe es dort die SMP, die schon zu Gymnasialzeiten besucht worden seien, so einer der Studierenden. Bei den Saturday Morning Physics handelt es sich um ein Angebot besagter Universität, das Oberstufenschüler auf den Wechsel zur Universität vorbereitet, indem es sie in 3-stündigen Lehrveranstaltungen mit aktuellen Fragen der modernen Physik vertraut macht. Die zur Verfügung stehenden Professoren gehen dieser Tätigkeit auf freiwilliger Basis nach.

Trotz des gut gemeinten Versuches, aktuelle Forschungsprojekte, die von den angehenden Physikern an der TU Darmstadt im Rahmen der so genannten "Miniforschungen" durchgeführt werden, anschaulich und stark vereinfacht darzustellen, war den Erläuterungen kaum zu folgen. Dank ihrer angeeigneten Kenntnisse bewegen sich die drei Vordiplomphysiker bereits auf einer Ebene, die mit der uns bekannten Schulphysik bei weitem noch nicht zu überblicken ist. Zur Beruhigung gestand einer der anwesenden Lehrer gegen Ende des Vortrags jedoch, dass auch er nicht alle Einzelheiten habe erfassen können und zum genaueren Verständnis der komplexen Apparaturen ein Studium Voraussetzung sei.

Ein Physikstudium an der TU Darmstadt ist allerdings keineswegs als einfach anzusehen. Um die ca. 45 Stunden füllende Arbeitswoche erfolgreich zu überstehen, bedarf es einer angemessenen Arbeitshaltung und vor allem uneingeschränkter Begeisterung für das Fach Physik. Diese Eigenschaften waren den Studenten anzusehen. Wie sollten sie auch sonst bereit sein, soviel Zeit aufzubringen, um sich mit Abstraktem wie Mathematik und theoretischer Physik zu beschäftigen?

Zweifellos lohnt sich der Aufwand. Physiker sind auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt und befinden sich mit einer Arbeitslosenquote von nur 3,5% in einer denkbar glücklichen Lage. Die Berufsperspektiven sind dabei keineswegs einseitig, sondern lassen auf einen weniger aus pragmatischen Gründen gewählten Arbeitsplatz hoffen. In Forschung und Entwicklung, Unternehmensberatung, lT-Unternehmen, Banken, optische Technologien und etlichen anderen Berufsfeldern finden Physiker ihre Arbeitsstelle.

Zudem bietet die Carl-von-Ossietzky-Schule jungen Menschen, die eine solche Karriere ins Auge gefasst haben, nützliche Starthilfen. Der Unterricht in der Schwerpunktklasse Mathematik/Physik vermittelt den Schülern eine solide Grundlage, die ihnen später im Studium mit Sicherheit ein nützlicher Begleiter sein wird. Der Meinung, dass sich die Teilnahme am Unterricht der Schwerpunktklasse und ab der Jahrgangsstufe 12 des entsprechenden Leistungskursen lohnt, sind übrigens auch die drei Referenten: In einem abschließenden Resümee loben sie geschlossen die spezielle Förderung, die die Carl-von-Ossietzky-Schule ihren Schülern mit auf den Weg gibt, und stellen fest: "Wir alle profitieren nun spürbar von der guten Ausbildung an unserem ehemaligen Gymnasium."

Schwerpunktklasse bei Mathewettbewerb erfolgreich!

Sehr erfolgreich nahm unsere Schwerpunktklasse Mathematik/Physik am diesjährigen Mathematikwettbewerb der 11. Klassen des Landes Hessen teil. Unsere Schülerinnen und Schüler erreichten im Klassendurchschnitt eine Punktzahl von 34 von insgesamt 60 Punkten (Landesdurchschnitt aller teilnehmenden Schüler 17,3 Punkte). Drei Schüler/Innen (Fabian Heidelberg, Johanna Kipping und Peter Laufer) konnten dabei sogar die magische Grenze von 50 Punkten überschreiten, wobei Johanna Kipping am erfolgreichsten war und mit 58 von 60 möglichen Punkten hessenweit von 3186 teilnehmenden Schülern einen hervorragenden zweiten Platz belegte. Sie konnte sich somit über den Gewinn eines Erlebniswochenendes des Wettbewerbssponsors Ciba Spezialitäten freuen.

von links: Peter Laufer, Johanna Kipping und Fabian Heidelberg.